Dienstag, 15. Mai 2012

Fundstelle: Grubenfeld Henriette im Siebertal (Harz)



Das untere Siebertal – zwischen Sankt Andreasberg und Herzberg – ist sicherlich eines der reizvollsten Täler im Südostharz. Nicht von ungefähr kommt es, dass der weitgehend unberührte Fluss Sieber von der Quelle am Bruchberg (mit einer Höhe von 927 m üNN. dritthöchster Berg des Harzes) bis zu seiner Einmündung in die Oder bei Hattorf am Harz im westlichen Harzvorland unter Naturschutz gestellt ist. In das geschützte Gebiet wurden einige Talbereiche des der Sieber zufließenden Baches „Gr. Kulmke“ aufgenommen. 


Die „Große Kulmke“ kurz vor ihrer Einmündung in
die „Sieber“

Auch die Fundstelle, die ich heute kurz vorstellen möchte, ist davon „betroffen“: Halde, Schacht- und Stollenpinge liegen im Naturschutzgebiet. Vor Ort entsteht schnell der Eindruck, dass die Grenzlinie bewusst so geplant, der unmittelbare Schutzbereich links und rechts der Sieber bzw. Großen Kulmke bewusst so verbreitert wurde, damit der unter Harzmineral-Sammlern bekannte Aufschluss jeglichem Zugriff entzogen wird. Für die auf der anderen Talseite liegende Hüttenschlackenfläche mit einer seltenen Schwermetallflora mag der Schutzgedanke nachvollziehbar sein, für die Böschung im Bereich der ehemaligen Kupfererzgrube „Henriette“ allerdings nicht. Kurz darauf zieht sich die Grenze des Naturschutzgebietes wieder ganz eng zurück an den Bachlauf heran. Signifikante Unterschiede zwischen den Zonen innerhalb und außerhalb des Gebietes sucht man vergebens: Der Bereich der „Henriette“ wurde quasi einverleibt.

Entwurzelt

Nicht nur an dieser Stelle zeigt sich das unschlüssige Hin-und-Her-Lavieren der Lokalpolitiker im Spannungsfeld von Naturschutz – Nachindustrieller Nutzung – Bewahrung der Kulturgeschichte. Im Klartext: Nach Einstellung der Bergbauaktivitäten im Harz versucht man, sich fast allein durch den Wirtschaftsfaktor „Fremdenverkehr“ über Wasser zu halten. (Dass dieses in Summa nur mehr schlecht als recht gelingt, zeigen viele marode Ortschaften mit stark sinkender Bevölkerungszahl.) Ruhe und Erholung in einer annähernd „intakten Naturlandschaft“ sind hierbei wichtige Faktoren; das Ausweisen von Schutzgebieten daher konsequent, wünschenswert und richtig. Soweit, so gut.
Nicht nachvollziehbar ist hingegen der massive Ausbau des Angebotes an Freizeitaktivitäten, die genau in die andere Richtung stoßen: Abgeholzte Buckelpisten für Skifahrer, Langlauf-Loipen im Nationalpark, Cross-Parcours für Montainbiker durch schützenswerte Landschaftsteile u.v.a.m. Das bringt Einnahmen, die Natur leidet aber gleichzeitig. Der Spagat im Fremdenverkehr zwischen naturerhaltenden und naturzerstörenden Maßnahmen gelingt (hier) nicht.

Ein historisches Bild: Die Dennert-Tanne ist bei
Rohrleitungsarbeiten mit Querung der Gr. Kulmke
entfernt und nicht wieder aufgestellt worden. Die
Inschrift lautet(e):
                          "Henriette Gang"
                           Hier baute von
                      1550 bis ca. 1620 die
         Kupfergrube "Erzbrunnen in der Sieber"
             und von 1747 bis 1749 die Grube
               "Lehnschaft Sieber Aufnahme"
             auf einem Kupferkies- und Bornit-
                  führenden Schwerspatgang

Ganz böse hat es hier die Bewahrung der jahrhundertealten, kulturgeschichtlich bedeutenden Objekte im Harz erwischt. Nur wenige Initiativen ist es zu verdanken, dass die kulturellen Wurzeln der alten Bergbaulandschaft in Einzelfällen noch erhalten bleiben. Nach „Auszeichnung“ des Oberharzer Wasserregals als bedeutendes Welt-Kulturgut habe ich allerdings den Eindruck, dass man sich auf nur dieses beschränkt und die vielen anderen Spuren des Bergbaus nicht beachtet, vergessen, unzugänglich gemacht oder bewusst beseitigt werden.
Der kleine, montanhistorisch regional eher unbedeutende Aufschluss der Grube Henriette ist ein gutes Beispiel hierfür: Mit der Einverleibung in das Naturschutzgebiet „Siebertal“ und damit einhergehendem Wegegebot ist der direkte Zugang eigentlich nicht mehr möglich. Ganz fatal (und symptomatisch) verschwinden im Rahmen einer kleinen Baumaßnahme in Nähe des Aufschlusses (und innerhalb der NSG-Grenzen) die markante Hinweistafel – die sog. „Dennert-Tanne“ des Harz-Clubs  – auf nimmer Wiedersehen. Aus den Augen - aus dem Sinn. Nicht nur hier. Die Bewahrung der eigenen kulturellen Wurzeln sieht anders aus. Der Harz-Club hat leider vielleicht nicht mehr die Mittel, nicht mehr die engagierten Mitglieder, die da entgegensteuern können. Vielleicht sieht mancher die Tafeln als störend an oder schämt sich seiner Geschichte.


In der Bildmitte: Die Haldenreste der Grube Henriette
direkt an der Straßenbrücke über die Große Kulmke
(Stand April 2011)
Nach Abschluss der Baumaßnahme: Blick nach Osten zum
Schlackeplatz und zu einem der zahlreichen Suchstollen auf dem
Henriette-Gangzug (im Wald, etwa in Verlängerung des
gelbmarkierten Pflocks im Vordergrund)

Naturfreunde mag es freuen. Langsam aber sicher verschwinden die Spuren des Bergbaus und Hinweise darauf im Harz. Die eigene Geschichte soll vergessen werden. Auch Hobbymineralogen und Freizeit-Montanhistoriker werden angesichts der „unbefriedigenden Aufschluss-Situation“ den Harz alsbald den Rücken kehren und dem Wirtschaftsstandbein „Tourismus“ spürbar gegen den Schienbeinknochen treten ….


Die Fundstelle

Der Straße von Herzberg  am Harz nach Sankt Andreasberg folgend, zweigt etwa 1 km östlich von Sieber - einem alten WaIdarbeiter- und Köhlerdorf - das Tal der Großen Kulmke nach Norden ab. Nur wenige Meter nördlich der Brücke über diesen Bach liegt der kleine Aufschluss unmittelbar am westlichen Bachufer.

Blick zum Aufschluss.
Im Vordergrund fliest die „Gr. Kulmke“.

Die Halde ist zur Straßenseite hin stark zugewachsen (und entsprechend unscheinbar). Auch die Fundmöglichkeiten in diesem Bereich waren äußerst unterdurchschnittlich. Besser sieht es wenige Meter weiter bachaufwärts in einem markanten Gelände-Einschnitt aus, der die Lage des ehemaligen Tagesstollens markiert. Hier liegen zwischen großen Stücken oberdevonischer Kieselschiefer und überwiegend unterkarbonischer Grauwacke heute noch erkennbar wenige Handstücke derben Baryts. Schiebt man die Laubmengen beiseite, gelingt es auch, den anstehenden, auskeilenden Barytgang zu erkennen.


Bereich des verbrochenen Mundloches des Tagesstollens.
Heute der eigentliche Fundbereich der Grube Henriette

Dieser gehört zum Henriette-Gangzug, einer der zahlreichen eher kleinen, 0.7 bis 4 km  kurzen Barytgänge im Gebiet zwischen Sankt Andreasberg und Bad Lauterberg. Die nachgewiesene streichende Erstreckung des Henriette-Gangzuges wird mit 1,5 km angegeben. Die Entstehung erfolgte hydrothermal während der Heraushebung des Harzgebirges in der Kreidezeit.

Der Bergbau im Siebergebiet beschränkte sich jahrhundertelang nur auf Eisen und Kupfer. Erst im frühen 20. Jahrhundert begann man sich für den begehrten Rohstoff Baryt zu interessieren. Der Henriette-Gangzug und seine parallel südlich des Ganges liegenden Trümer sind nur örtlich mineralisiert/vererzt; taube Bereiche trennen die kleinen Erzmittel voneinander. Kupfer- und Kobalterze traf man nur im Bereich der ehemaligen Grube Henriette, ausschließlich Kupfererze bei Erkundungsbohrungen unterhalb der Einmündung der Kulmke in die Sieber an. Alle anderen Erzmittel lieferten vornehmlich Schwerspat und Quarz.

Haldenoberfläche in 2011

Die Kupfererze des Henriette-Gangzug wurden in einem aufwändigen, sicherlich kaum erfolgreichen Bergbau gewonnen. Von den vielen kleinen Kupfergruben im Siebertal rangierte die „Henriette“ (und ihre Vorläufergruben) mit großem Abstand zu den bedeutendsten Kupfergruben “Sonnenglanz“ und „Sonnenaufgang“ (am ehem. Forsthaus Schluft) eher am Ende. Auch das Schwerspatmittel wurde nur versuchsweise erschürft - der Abbau auf der weiter östlich liegenden „Königsgrube“ war lohnender.

Über die Anfänge des Kupfererzabbaus östlich der Ortschaft Sieber, am Fuß des Lilienberges im Bereich des Zusammenflusses von Sieber und Kulmkebach ist nur wenig bekannt. Man vermutet, dass mit der um 1550 in den Urkunden erwähnten Kupferzeche „Erzbrunnen in der Sieber“ die Bergbauaktivitäten begannen. (Anm.: Nach manchen Literaturquellen auch: „Erzbrunnen an der Sieber“). Um 1620, in den Wirren des 30jährigen Krieges, kam der unter der Talsohle betriebene Erzabbau zum Erliegen. Überreste der alten, nicht näher dokumentierten Grubenbaue wurden im Zeitraum von 1957 bis 1975 bei Bohrungsarbeiten im Zusammenhang mit der geplanten Errichtung der Oberen Siebertalsperre angetroffen (Bohrung Sieber 13 und 17). Zwei Gesenke mit 23 und 30 Meter Teufe stammen aus der Hauptbetriebsperiode vor dem 30jährigen Krieg.

Die kleine Grube wurde 1746 aus dem Dornröschenschlaf geholt. Die reichen Funde im benachbarten Sankt Andreasberg führten hier zu einer Wiederaufnahme der Bergbauaktivitäten. Von der Kulmke aus fährt die Grube „Lehnschaft Sieber Aufnahme“ im Jahr 1747 einen 12 m langen Stollen auf - der spätere Tagesstollen der Grube Henriette. In Folge der dabei angebrochenen Kupfer-Vererzungen wurde der Tagesstollen im Jahr 1748 auf 35 m fortgetrieben und ein Suchort aufgefahren.
Eine Verlängerung des Tagesstollens um weitere 50 m brachte nicht den erhofften Erfolg. Nennenswerte Erzanbrüche stellten sich nicht ein. Auch das Sümpfen der alten Baue an einem der beiden Gesenke erbrachte keine sichtbaren Erzvorkommen. Das Sümpfen der Baue am anderen (westlichen) Gesenk schlug fehl. Ein kleiner, 2 m langer Suchstollen auf der gegenüberliegenden Talseite der Kulmke im (sich hier ändernden) Streichen des Hauptganges zeigte die gleiche Mineralisation – Schwerspat mit kleinen Kupfererznestern - wie im 85 m langen Tagesstollen der Grube. Auch diese war enttäuschend. 1749 wurde der Bergbau nach „Förderung“ von nur geringsten Mengen Kupfererz eingestellt; das Material verblieb vor Ort.

1874 erfolgte die Verleihung des Grubenfeldes „Henriette“ auf Kupfer.

Etliche, meist querschlägig angesetzte Suchstollen, teilweise im Rahmen der Staudammplanung wieder aufgewältigt, sowie Aufschürfungen des Schwerspatmittels in der näheren Umgebung - besonders im 20. Jahrhundert - erwiesen sich als erfolglos. Tiefbohrungen durch die Harzwasserwerke lieferten zwar Erkenntnisse über den Henriette-Gang und seiner Nebentrümer, bestätigte aber die Bedeutungslosigkeit dieses Vorkommens. Die angetroffenen Schwerspatmengen erwiesen sich als nicht abbauwürdig. Die angetroffenen Kupfererzmengen waren unbedeutend. Das Talsperrenprojekt wurde 1978 aufgegeben.

Mineralisation

Die Mineralisation des Ganges ist nicht kontinuierlich. Nur stellenweise sind die sich stark verästelnden und in der Tiefe schnell auskeilenden Barytgänge neben völlig tauben Zonen vorhanden. Die Kupfererze traten in den Abbauen verwachsen im weißen und rötlichen Baryt nur nesterförmig auf. Geringe Spuren von Safflorit werden mit den Gangsystemen im Sankt Andreasberger Gebiet in Beziehung gebracht. Er gilt als Lieferant des Arsens, der in eine Reihe hier nicht alltäglicher Sekundärminerale wiederzufinden ist und viele Sammler auf die inzwischen stark abgesuchte Halde zog. Herauszuheben ist hier sicherlich der Tirolit, der für lange Zeit im Harz nur hier zu finden war. Zwischenzeitlich erfolgte der Nachweis auch an anderen Fundstellen. In 2008 gelang es mir, mit Mühen und großem Glück einige wenige, eher unansehnliche Belegstücke von Tirolit zu finden. Dagegen stellten sich der Bornit – die andere „Besonderheit“ der Grube Henriette – häufiger in Form kleiner Körner und Butzen im Baryt ein. Bei meinen beiden letzen Besuchen im Jahr 2011 war davon nichts mehr zu finden.



Die Gangarten

Ankerit
Ca(Fe2+,Mg,Mn)(CO3)2

Baryt
BaSO4
In tafeligen Kristallen, milchig bis 3 mm in Grauwacke häufig;  wasserklare, äußerst flächenreiche Kristalle selten in Klüften des Baryt neben Malachit und Chalkopyrit
Calcit
CaCO3

Quarz
SiO2
Auf schmalen Klüften des Nebengesteins in winzigen Kristallen
Siderit
Fe2+CO3




Die Erze

Anilith
Cu7S4
Gemäß „Mineralienatlas.de“
Bornit
Cu5FeS4
Meist in Baryt eingesprengte typisch bronzefarbene Butzen;
Auch schwarzviolett oder sonst bunt angelaufen. Gänge ziehen sich auch in die Grauwacke hinein.
Chalkopyrit
CuFeS2

Chalkosin
Cu2S

Galenit
PbS

Luzonit
Cu3AsS4
Gemäß „Mineralienatlas.de“
Safflorit
CoAs2  (± Fe,Ni S)
In Spuren, nach KUMMER (1932)
Skutterudit
CoAs3-x
graue, geringmächtige Schlieren in Gangart



Die Sekundärbildungen

Azurit
Cu3(CO3)2(OH)2

Ba-Pharmakosiderit
(Ba,Ca)0.5-1Fe43+[(OH)4-5|(AsO4)3] · 5-7H2O
Winzige, bis 0.2 mm kleine grünlich bis gelbbraune Würfel neben Bornit und Quarz; als Kruste in Spaltrissen des Bornits.
Brochantit
Cu4(OH)6(SO4)
„schmieriger Überzug“ auf Bornit und  in kleinen, grün-schwärzlichen  Kristallen
Chalkophyllit
Cu182+Al2(AsO4)3(SO4)3(OH)27 · 33H2O
Frei auskristallisierte Blättchen bis 0,5 mm in Baryt
Chrysokoll
(Cu,Al)2H2Si2O5(OH)4 · nH2O

Covellin
CuS
Oxidationsprodukt von Chalkopyrit und Chalkosin
Cuprit
Cu2O

Langit
Cu4(SO4)(OH)6 · 2H2O
Langprismatische, blaue, meist verzwillingte Kristalle
Malachit
Cu2(CO3)(OH)2
Feine Nadeln, gerne rasenförmig, bis 1 mm neben Bornit, frei in Barytzwickeln oder als Klüftchen in der Grauwacke.
Olivenit
Cu2AsO4(OH)
Kleine Nadeln, auch dickprismatische, olivgrüne Kristalle bis zu 0,3 mm neben Bornit und auf Spaltflächen der Grauwacke
Pyromorphit
Pb5(PO4)3Cl
Gelbe, undeutliche Nädelchen neben stark verwittertem Bleiglanz sollten P. sein.
Meta-Zeunerit
Cu(UO2)2(AsO4)2 · 8H2O
Winzige, hauchdünne Tafeln (nach GRÖBNER et al.)
Tirolit
CaCu5(AsO4)2(CO3)(OH)4·6H2O
in flachen, radialstrahlig  angeordneten Blättchen ("Sonnen") von schillernd blaugrüner Farbe auf Spaltflächen, bis 1 cm Durchmesser

Dafür kamen andere schöne Mikromineralien zum Vorschein: In zwei großen Grauwackestücken fanden sich direkt am Übergang eines fleischfarbenen Barytklüftchens zur Grauwacke untereiner leicht limontisierten erdigen Grundsubstanz neben verwittertem Kupferkies freistehende feinnadelihge Malachite (Igel bis 2 mm Durchmesser) auf wie Zuckerkristalle hingestreute Baryt-Kristalle bis 1 mm in nie gesehener wasserklarer Ausbildung mit vielgestaltigen Kristallflächen. Auch der Fund eines 0,5 mm großen, typischen Chalkophyllit-Aggregates in einem winzigen Barytzwickel sowie eines Belegstückes mit Olivinit (vermutet, noch nicht analysiert) gelang mir mühelos.

So betrachtet haben sich die Kurzbesuche mit oberflächlichem Absuchen gelohnt. Eine Nachsuche nach dem außergewöhnlich attraktiven Rohmaterial blieb aber erfolglos. Und ich bezweifle, dass jegliche Grabaktionen im eng begrenzten Fundareal eine Verbesserung der nicht gerade überwältigenden Fundmöglichkeiten bewirken. Beachten Sie die Bestimmungen bei Naturschutzgebieten.


Sonntag, 6. Mai 2012

Neulich im Oberharz …


Tiefe Verzweiflung macht sich unter Mineralien-Sammlern breit. Selbst die Hunte vor Besucherbergwerken und an Ortseingängen geben nichts mehr für die Sammlung her. 



Dienstag, 1. Mai 2012

Internetfundstücke (8)


Viele schlaue Leute haben sich damit beschäftigt, die Gruppe der metamorphen Gesteine, für die es im Gegensatz zu den Sedimentgesteinen und magmatischen Gesteinen keine einheitliche Nomenklatur gibt, weltweit einheitlich zu strukturieren, zu klassifizieren und eine - sagen wir - „Basis-Systematik“ aufzubauen.

Eklogit

Hierzu hat man sich international anscheinend zunächst selbst sauber strukturieren müssen:
Die Ergebnisse hat die „Subcommission on the Systematics of Metamorphic Rocks“ (SCMR) als Unterbereich der "Commission on the Systematics in Petrology“ (CSP) erarbeitet, die selbst eine Abteilung der „International Union of Geological Sciences” (IUGS) ist. Die IUGS selbst, quasi als Dachorganisation, ist nebenbei eine der größten und aktivsten, wissenschaftlichen Gesellschaften der Welt. 





Die multinationale Arbeitsgruppe SCMR hat in 12 Arbeitspapieren konkrete Empfehlungen und Vorschläge erarbeitet, um ein wenig Licht in den dunklen Tunnel der Nomenklatur der metamorphen Gesteine zu bringen. Die englischsprachigen Artikel stehen hier als pdf-Dateien zum Download bereit.

Unter der Überschrift „A systematic nomenclature for metamorphic rocks” findet man: (Anklicken für Direkt-Download)

.   
Eine mehr kompakte Variante bietet der British Geological Survey (BGS) auf seiner Homepage an (Direktlink). Wer es in deutscher Sprache bevorzugt, kann sich hier weiter über die für uns Mineraliensammler wohl interessantesten Gesteine zu informieren.